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Ringvorlesung „Machtmissbrauch“ an der FAU: Interdisziplinäre Perspektiven auf ein gesellschaftlich relevantes Thema
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Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg startet am 29. April 2026 eine Ringvorlesung zum Thema „Machtmissbrauch“, die sich aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven mit Ursachen, Erscheinungsformen und Folgen von Machtmissbrauch auseinandersetzt.
Die Vorlesungsreihe findet mittwochs von 18:15 bis 19:45 Uhr statt (Auftaktveranstaltung am 29. April bereits ab 18:00 Uhr) und wird sowohl vor Ort im Großen Hörsaal (Alte Mathematik), Bismarckstraße 1a in Erlangen, als auch online via Zoom angeboten. Damit eröffnet sie einem breiten Publikum die Möglichkeit, sich ortsunabhängig mit dem Thema auseinanderzusetzen.
Machtmissbrauch als strukturelles und gesellschaftliches Phänomen
Machtmissbrauch ist kein isoliertes Einzelphänomen, sondern eng mit institutionellen Strukturen, Hierarchien und kulturellen Praktiken verbunden. Gerade in Organisationen wie Hochschulen, in denen Abhängigkeitsverhältnisse, Leistungsbewertungen und Karriereentscheidungen eine zentrale Rolle spielen, ist die Auseinandersetzung mit Machtverhältnissen von besonderer Bedeutung.
Die Ringvorlesung nimmt diese Zusammenhänge in den Blick und fragt danach, wie Macht entsteht, legitimiert und ausgeübt wird – und unter welchen Bedingungen sie missbraucht werden kann. Dabei werden auch geschlechtsspezifische Dimensionen, Fragen von Diversität sowie strukturelle Ungleichheiten berücksichtigt, die Machtverhältnisse zusätzlich beeinflussen können.
Interdisziplinäre Zugänge und aktuelle Perspektiven
Die Veranstaltungsreihe bringt Beiträge aus verschiedenen Disziplinen zusammen und ermöglicht so eine vielschichtige Auseinandersetzung mit dem Thema. Unterschiedliche wissenschaftliche Perspektiven eröffnen Einblicke in rechtliche, soziale, kulturelle und organisationale Aspekte von Machtmissbrauch und beleuchten sowohl individuelle Erfahrungen als auch strukturelle Rahmenbedingungen.
Neben der Analyse bestehender Problemlagen werden auch Ansätze zur Prävention, Intervention und institutionellen Weiterentwicklung diskutiert. Ziel ist es, ein vertieftes Verständnis für Dynamiken von Macht und Verantwortung zu fördern und Impulse für eine reflektierte Praxis in Wissenschaft und Gesellschaft zu geben.
Austausch und Sensibilisierung
Die Ringvorlesung richtet sich an Studierende, Forschende sowie eine interessierte Öffentlichkeit und versteht sich als offenes Forum für Diskussion und Reflexion. Sie bietet die Möglichkeit, sich mit aktuellen Fragestellungen auseinanderzusetzen, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und eigene Erfahrungen und Beobachtungen einzuordnen.
Gerade im Kontext von Gleichstellungs- und Diversity-Arbeit leistet die Beschäftigung mit Machtmissbrauch einen wichtigen Beitrag zur Sensibilisierung für strukturelle Ungleichheiten und zur Förderung einer respektvollen und verantwortungsvollen Organisationskultur.