Internationaler Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft 2026
Der Internationale Tag für Frauen und Mädchen in der Wissenschaft macht weltweit auf die Bedeutung von Chancengleichheit, Sichtbarkeit und Vielfalt in Forschung und Technologie aufmerksam. An der TUM kommen aus diesem Anlass eine Professorin, Studentinnen sowie die Tochter einer Professorin aus Kanada zu Wort. Sie teilen ihre persönlichen Perspektiven darauf, was Wissenschaft für sie bedeutet, welche Wege sie geprägt haben – und welche Zukunft sie in ihr sehen. Ihre Stimmen zeigen: Wissenschaft lebt von Neugier, Mut und unterschiedlichen Blickwinkeln – über Generationen hinweg.
Prof. Dr. Johanna Pirker, TUM-Professorin für N-Dimensionale User Experiences

Prof. Dr. Johanna Pirker ist Informatikerin mit Forschungsschwerpunkten in Games, Virtual Reality, Künstlicher Intelligenz und Data Science. Seit Juli 2025 ist sie Professorin für N-Dimensional User Experience an der TUM. Nach ihrem Studium in Graz und am MIT promovierte sie über immersive Formen virtuellen Lernens und entwickelte mit „Maroon“ ein interaktives VR-Physiklabor. Neben ihrer Forschung engagiert sie sich für Wissenschaftskommunikation, Open Science und die Sichtbarkeit von Frauen in der Tech- und Games-Branche. Zum Internationalen Tag für Frauen und Mädchen in der Wissenschaft spricht sie über ihren persönlichen Weg in die Informatik, über strukturelle Herausforderungen – und darüber, warum es entscheidend ist, Neugier früh ernst zu nehmen.
Wie sah Ihr Weg in die Wissenschaft aus? Was hat Sie persönlich dazu bewegt, eine Karriere in der Wissenschaft einzuschlagen?
Prof. Dr. Johanna Pirker: "Ich habe es schon immer geliebt, Rätsel zu lösen, zu experimentieren, Dinge auszuprobieren und in unterschiedliche, bunte Spielwelten einzutauchen. Gleichzeitig wollte ich etwas tun, das einen positiven Beitrag leistet.
Dass daraus einmal eine wissenschaftliche Karriere entstehen würde – noch dazu in der Informatik –, hätte ich mir nie vorstellen können. Anfangs wusste ich nicht einmal genau, was Informatik eigentlich ist. Und dass ich eines Tages Professorin für Informatik sein würde, die all diese Interessen miteinander verbindet, lag völlig außerhalb meiner Vorstellung.
Rückblickend glaube ich, dass wir oft die falschen Fragen stellen. Statt zu fragen: „Was möchtest du einmal werden?“, sollten wir häufiger fragen: „Was machst du gerne?“ Genau dort begann für mich der Weg in die Wissenschaft."
Welche größten Herausforderungen hatten Sie als Frau in Ihrem Feld?
Prof. Dr. Johanna Pirker: "Wir alle tragen bestimmte Bilder und Erwartungen in uns: wie jemand „typischerweise“ aussieht, wer wozu passt und wer welche Rolle einnimmt. Solche – oft subtilen – Annahmen begegnen einem immer wieder.
Ich wünsche mir, dass wir bewusster hinterfragen, welche Bilder wir im Kopf haben. Dass es keine Überraschung mehr ist, wenn ich sage, dass ich Informatikerin bin – und ich nicht automatisch als „Begleitung“ oder „+1“ auf Technikveranstaltungen wahrgenommen werde.
Es geht dabei weniger um einzelne Situationen als um die vielen kleinen Zuschreibungen, die sich im Laufe der Zeit summieren. Und diese Mechanismen betreffen uns letztlich alle."
Was würden Sie einem Mädchen sagen, das überlegt, in Ihr Fach zu gehen?
Prof. Dr. Johanna Pirker: "Informatik ist eine unglaublich spannende und kreative Disziplin. Es gibt viele falsche Vorstellungen darüber, was sie ist – und für wen sie angeblich gedacht ist.
Tatsächlich eröffnet Informatik enorme Gestaltungsmöglichkeiten: Anwendungen, Prozesse und Werkzeuge zu entwickeln, die unsere Welt konkret verbessern. Sie spielt eine zentrale Rolle in der Medizin – etwa bei Diagnosen oder personalisierten Therapien –, im Bildungsbereich durch neue digitale Zugänge und auch im Klimaschutz, von Simulationen bis hin zu datenbasierten Entscheidungen.
In meinem Fall sind es virtuelle Welten, Simulationen und Spiele – doch die Möglichkeiten sind nahezu grenzenlos.
Mein wichtigster Rat: Lass dir niemals vorschreiben, was du sein kannst oder nicht. Gestalte deine eigene Welt – technisch, kreativ und gesellschaftlich."
Abril Veliz Camayo, Master-Studentin der Elektro- und Informationstechnik

Abril Veliz Camayo (23) studiert im Master Elektro- und Informationstechnik an der School of Computation, Information and Technology (CIT). Ihr Weg in die Ingenieurwissenschaften ist geprägt von Neugier, Mut zur Veränderung und der Suche nach Vorbildern – über Kontinente hinweg.
Was hat dich dazu motiviert, Elektro- und Informationstechnik zu studieren?
Abril Veliz Camayo: “Ich war schon immer ein sehr neugieriger Mensch. Ich wollte etwas studieren, das mir ermöglicht, kreativ zu sein und gleichzeitig Dinge zu gestalten, die man wirklich verstehen muss. Mich fasziniert, dass man in der Elektrotechnik etwas entwickeln kann, das man sehen und berühren kann – also Hardware – und zugleich mit physikalischen Regeln arbeitet, die für uns unsichtbar sind, wie zum Beispiel elektromagnetische Felder. Diese Verbindung aus Kreativität, Design und tiefem physikalischem Verständnis hat mich überzeugt.”
Gab es ein Schlüsselerlebnis, das dich für Naturwissenschaften und Technik begeistert hat?
Abril Veliz Camayo: "Mit 17 Jahren habe ich am Wettbewerb ‘Technovation Girls’ teilgenommen. Dort sollte ich eine Startup-Idee nicht nur entwickeln, sondern auch technisch umsetzen und eine App programmieren. In dem Moment, als ich gemerkt habe, wie herausfordernd es für mich war, diese App selbst zu bauen, wusste ich: Ich möchte Ingenieurwissenschaften studieren, um solche Projekte eigenständig realisieren zu können.
Später begann ich zunächst ein Studium in Nano Science. In einem Physikkurs hat mich ein Professor besonders für elektromagnetische Wellen und Felder begeistert. Ich hatte in diesem Semester die Möglichkeit, mich ganz ohne Druck aus reiner Neugier mit dem Thema auseinanderzusetzen. Diese intensive Auseinandersetzung hat meine Begeisterung für Elektrotechnik geweckt – und schließlich dazu geführt, dass ich mein Studienfach gewechselt habe."
Welche Personen oder Erfahrungen haben deinen Weg besonders beeinflusst?
Abril Veliz Camayo: "Eine wichtige Rolle spielte meine Informatiklehrerin in der Schule, die mir den Zugang zum Technovation-Girls-Netzwerk ermöglicht hat. Auch Richard Feynman hat mich – durch seine Bücher – stark geprägt. Er hat mir nicht nur elektromagnetische Felder verständlich gemacht, sondern auch gezeigt, dass Elektrotechnik Freude machen kann, wenn man den richtigen Zugang findet.
Darüber hinaus haben mich mehrere Mentorinnen und Mentoren begleitet, viele davon habe ich bei Veranstaltungen von UnternehmerTUM kennengelernt, insbesondere im Rahmen von ‘Women of UnternehmerTUM’. Ich würde sagen, es war weniger eine einzelne Person als vielmehr das gesamte Münchner Ökosystem – kombiniert mit meinem eigenen Wunsch, aktiv nach Vorbildern zu suchen.
Ich komme aus Bolivien, wo es vergleichsweise wenige Frauen gibt, die ein technisches Fach studieren und später auch in diesem Bereich arbeiten. Meine Mutter begann selbst ein technisches Studium, wurde jedoch davon überzeugt, etwas ‘Kreativeres’ zu wählen – weil das Bild einer Frau im Ingenieurberuf für manche nicht passte. Dabei ist es gerade die Kreativität von Ingenieurinnen und Ingenieuren, die Innovation antreibt.
Für mich war und ist es daher besonders wichtig, weibliche Vorbilder zu finden, die einen ähnlichen Weg gegangen sind und gezeigt haben, dass man in einer technischen Karriere sehr Positives bewirken kann."
Palmer Lebel, Schülerin und Tochter von Dr. Katie Lebel, Assistant Professor an der University of Guelph/Kanada

Palmer Lebel ist Schülerin und Tochter von Dr. Katie Lebel, Assistant Professor an der University of Guelph in Kanada, die zur Sportökonomie mit Schwerpunkt Gendergerechtigkeit forscht. Palmers Perspektive zeigt, wie früh Neugier, Kreativität und ein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn entstehen – lange bevor ein wissenschaftlicher Weg beginnt.
Was gefällt dir an der Schule am meisten – und warum?
Palmer Lebel: “Am liebsten spiele ich mit meinen Freundinnen und Freunden, weil wir dabei kreativ sein können und ganz viel Spaß haben. Gemeinsam erfinden wir neue Spiele und Ideen – das macht Schule für mich besonders.”
Gibt es etwas auf der Welt, das du gerne besser verstehen würdest?
Palmer Lebel: “Ich würde gern verstehen, warum Erwachsene nicht immer merken, wenn etwas unfair ist – obwohl Kinder es sofort sehen. Kinder fragen oft ‘Warum?’, und manchmal ist die Antwort einfach nur ‘Darum’. Aber das fühlt sich nicht wie eine echte Antwort an.”
Welche Erfindung findest du besonders cool?
Palmer Lebel: “Ich finde Trampoline toll, weil sie Fallen in Fliegen verwandeln. Man geht nach unten – und boing! – schon ist man wieder oben. Wenn man hinfällt, wird man zurück nach oben geschleudert, statt einfach liegen zu bleiben. Es ist, als würde der Boden sagen: ‘Versuch es noch einmal!’”
Wenn du eine Maschine erfinden könntest – wofür wäre sie da?
Palmer Lebel: "Ich würde eine Klon-Maschine für Dr. Daniela Schwarz, die TUM-Frauenbeauftragte, erfinden. Man drückt auf einen Knopf und poof – da ist noch eine Daniela. Sie wäre freundlich, mutig und würde sagen, was sie denkt. Sie würde sich für andere einsetzen und dabei trotzdem Witze machen und alles ein bisschen lustiger machen. Ich glaube, die Welt wäre besser mit mehr Danielas. Eine ist großartig – aber ganz viele wären noch besser."
Sanna Blidh, Studentin der Elektrotechnik

Sanna Blidh (22) studiert Elektrotechnik an der TUM School of Computation, Information and Technology (CIT). Ihr Weg ins Ingenieurwesen war geprägt von einer frühen Begeisterung für Naturwissenschaften, dem Wunsch nach gesellschaftlich wirksamer Technik – und der Offenheit, verschiedene fachliche Richtungen auszuprobieren.
Was hat dich dazu motiviert, Elektrotechnik an der CIT zu studieren?
Sanna Blidh: “Nach der Schulzeit wusste ich noch nicht genau, welchen beruflichen Weg ich einschlagen möchte. Ich hatte viele Interessen, aber mir war klar, dass mir Mathematik und naturwissenschaftliche Fächer besonders liegen. Da eine Lehrtätigkeit für mich nicht infrage kam, erschien mir ein ingenieurwissenschaftliches Studium als praxisnaher und vielseitiger Weg. Die Elektrotechnik hat mich vor allem durch ihre große Bandbreite überzeugt: Sie verbindet fundierte naturwissenschaftliche Grundlagen mit konkreten technischen Anwendungen und eröffnet zahlreiche Entwicklungsmöglichkeiten.”
Gab es ein Schlüsselerlebnis, das dich für Naturwissenschaften und Technik begeistert hat?
Sanna Blidh: "Ein prägendes Erlebnis war ein Fernsehbericht über ein Exoskelett, mit dessen Hilfe ein querschnittsgelähmter Mann wieder laufen konnte. Die Verbindung von Technologie und unmittelbarem gesellschaftlichem Nutzen hat mich sehr beeindruckt. Damals entstand der Wunsch, selbst an solchen Lösungen mitzuarbeiten – insbesondere im Bereich Prothetik. Das motivierte mich zunächst dazu, Medizintechnik zu studieren.
Im Laufe des Studiums wurde mir jedoch bewusst, wie vielfältig der Ingenieurbereich insgesamt ist. Ich wollte mich nicht zu früh auf ein sehr enges Fachgebiet festlegen und entschied mich daher bewusst für einen breiter angelegten Studiengang. Rückblickend war das eine sehr gute Entscheidung, da ich so einen umfassenden Überblick über die Ingenieurwissenschaften gewinnen konnte. Heute weiß ich, dass mein besonderes Interesse im Bereich Automotive Engineering liegt."
Welche Personen oder Erfahrungen haben deinen Weg besonders beeinflusst?
Sanna Blidh: "Ich komme aus einer stark naturwissenschaftlich geprägten Familie, was meinen Bildungsweg sicherlich beeinflusst hat. Mein Vater arbeitet im Bereich IT und Physik, meine Mutter in der Pharmazie, und meine Schwester hat Technische Informatik studiert. Naturwissenschaftliche und technische Themen waren bei uns immer präsent und wurden selbstverständlich gefördert.
Diese Umgebung hat mir früh gezeigt, wie vielseitig und spannend technische Berufe sein können, und mich darin bestärkt, selbst einen Weg in diese Richtung einzuschlagen."
Malena Funk, Master-Studentin der Chemie

Malena Funk (26) studiert Chemie im Master an der TUM School of Natural Sciences (NAT). Ihre Begeisterung für Wissenschaft begleitet sie seit ihrer Kindheit – geprägt von Neugier, Naturverbundenheit und der Freude daran, komplexe Zusammenhänge zu verstehen.
Was hat dich dazu motiviert, Chemie zu studieren?
Malena Funk: "Ich war schon immer sehr an Wissenschaft interessiert. Von klein auf war ich viel in der Natur unterwegs und habe versucht, so viel wie möglich zu beobachten und zu verstehen. Mein besonderes Interesse an der Chemie entwickelte sich dann in der Schule. Ich habe das Fach von Anfang an als logisch und strukturiert empfunden, und es hat mich jedes Mal glücklich gemacht, die Aufgaben zu lösen.
Vor dem Studium habe ich mir bewusst Zeit genommen und ein freiwilliges Jahr eingelegt, um sicherzugehen, dass Chemie wirklich der richtige Weg für mich ist. Während meiner Schulzeit habe ich zudem zwei Schülerpraktika an unterschiedlichen chemischen Lehrstühlen an der Universität absolviert. Diese Einblicke in die Forschung haben meine Begeisterung weiter bestärkt."
Gab es ein Schlüsselerlebnis, das dich besonders geprägt hat?
Malena Funk: “Ein einzelnes Schlüsselerlebnis gab es eigentlich nicht – mein Interesse an Wissenschaft war schon immer da und hat sich über die Jahre kontinuierlich entwickelt.”
Welche Personen oder Erfahrungen haben deinen Weg beeinflusst?
Malena Funk: “Meine Familie hat mich in meiner Entscheidung von Anfang an unterstützt. Besonders geprägt hat mich außerdem mein Chemielehrer in der Schule. Er war sehr motiviert im Unterricht, und seine Begeisterung für das Fach hat sich direkt auf mich übertragen.”
Marina Ruoff, Studentin der Biochemie
Marina Ruoff (24) studiert Biochemie an der TUM School of Natural Sciences. Ihre Begeisterung für Naturwissenschaften entwickelte sich früh im Schulunterricht – besonders durch inspirierende Experimente und engagierte Lehrkräfte.
Was hat dich dazu motiviert, Biochemie zu studieren?
Marina Ruoff: “Ich mochte in der Schule besonders den Biologie- und Chemieunterricht. Deshalb habe ich mich für Biochemie entschieden – es verbindet für mich beide Fächer ideal. Chemie wäre aber ebenfalls eine gute Alternative für mich gewesen.”
Gab es ein Schlüsselerlebnis, das dich für Naturwissenschaften begeistert hat?
Marina Ruoff: “Ja, mein erstes Experiment im Chemieunterricht hat mich sofort begeistert. Zu sehen, wie theoretisches Wissen praktisch sichtbar wird, war für mich ein prägender Moment.”
Welche Personen oder Erfahrungen haben deinen Weg besonders beeinflusst?
Marina Ruoff: “Meine Chemielehrerin in der 8. und 9. Klasse hat mich besonders geprägt. Ihre Begeisterung für das Fach war ansteckend und hat mich nachhaltig motiviert.”
Veronika Hobmeier, Studentin der Chemie
Veronika Hobmeier (21) studiert Chemie an der TUM School of Natural Sciences. Ihr Interesse wurde früh durch anschaulichen Unterricht und eigene Experimente geweckt.
Was hat dich dazu motiviert, Chemie zu studieren?
Veronika Hobmeier: “Der Chemieunterricht in der Oberstufe hat mich besonders begeistert – vor allem das Thema Kunststoffe fand ich spannend.”
Gab es ein Schlüsselerlebnis, das dich für Naturwissenschaften begeistert hat?
Veronika Hobmeier: “Beim ‘Tag der offenen Tür’ an der Universität habe ich das Experiment ‘Elefantenzahnpasta’ gesehen. Dieses Erlebnis hat mich nachhaltig beeindruckt und war mein persönlicher Schlüsselmoment.”
Welche Personen oder Erfahrungen haben deinen Weg besonders beeinflusst?
Veronika Hobmeier: “Meine Familie ist naturwissenschaftlich geprägt. Besonders mein Bruder hat mich beeinflusst – wir haben als Kinder viel zusammen experimentiert.”
Simona Hanuliaková, Studentin der Chemie
Simona Hanuliaková (23) studiert Chemie an der TUM School of Natural Sciences. Ihre Begeisterung für Experimente und Wettbewerbe hat sie früh auf den Weg in die Chemie geführt.
Was hat dich dazu motiviert, Chemie zu studieren?
Simona Hanuliaková: “Schon früh hatte ich große Freude am Experimentieren und habe begeistert an Wettbewerben wie ‘ExperimenteAntworten’ teilgenommen. Mit Beginn des Chemieunterrichts und den dazugehörigen praktischen Übungen wusste ich sofort, dass ich später selbst an Experimenten arbeiten möchte.”
Gab es ein Schlüsselerlebnis, das dich für Naturwissenschaften begeistert hat?
Simona Hanuliaková: “Ein konkretes Erlebnis gab es nicht, aber eine meiner ersten erfolgreichen Synthesen im Grundstudium hat mich darin bestärkt, dass das Chemiestudium der richtige Weg für mich ist. Es ist jedes Mal ein besonderes Gefühl, wenn eine eigene Synthese funktioniert und man das gewünschte Produkt erhält.”
Welche Personen oder Erfahrungen haben deinen Weg besonders beeinflusst?
Simona Hanuliaková: “Definitiv meine Chemielehrerin. Ohne ihre Begeisterung für die praktische Seite der Chemie und unsere häufigen Besuche im Schülerlabor hätte ich vermutlich nie ernsthaft über ein Chemiestudium nachgedacht. Ich bin sehr dankbar für diese Unterstützung.”
Lina Witti, Studentin der Physik
Lina Witti (20) studiert Physik an der TUM School of Natural Sciences. Ihr Antrieb ist die grundlegende Frage, wie das Universum funktioniert – und wie wir es besser verstehen können.
Was hat dich dazu motiviert, Physik zu studieren?
Lina Witti: “Mich treibt vor allem die Neugier an: Wie funktioniert das Universum, und wie können wir es besser verstehen und beschreiben?”
Gab es ein Schlüsselerlebnis, das dich für Naturwissenschaften begeistert hat?
Lina Witti: “Ein konkretes Schlüsselerlebnis gab es bei mir nicht – mein Interesse hat sich über die Zeit kontinuierlich entwickelt.”
Welche Personen oder Erfahrungen haben deinen Weg besonders beeinflusst?
Lina Witti: “Ausführliche Gespräche mit meinem Papa über Astrophysik sowie motivierte Lehrkräfte haben mein Interesse und meine Begeisterung für Physik geweckt.”
Mirjam Fischer, Studentin der Physik
Mirjam Fischer (23) studiert Physik an der TUM School of Natural Sciences. Ihr Weg wurde durch frühe Faszination für naturwissenschaftliche Fragen und inspirierende Vorbilder geprägt.
Was hat dich dazu motiviert, Physik zu studieren?
Mirjam Fischer: “Naturwissenschaftliche Dokumentationen, die ich als Kind im Fernsehen gesehen habe, haben mein Interesse geweckt. Dazu kam der Wunsch, die Welt besser zu verstehen und eine tägliche intellektuelle Herausforderung zu haben.”
Gab es ein Schlüsselerlebnis, das dich für Naturwissenschaften begeistert hat?
Mirjam Fischer: “Ein einzelnes Schlüsselerlebnis gab es bei mir nicht – vielmehr war es eine stetig wachsende Begeisterung.”
Welche Personen oder Erfahrungen haben deinen Weg besonders beeinflusst?
Mirjam Fischer: “Prof. Hommelhoff von der FAU hat mich besonders geprägt. Er hat vorgelebt, dass man naturwissenschaftliche Fragen nicht immer sofort beantworten kann – und dass gute Antworten oft Zeit zum Nachdenken brauchen.”
